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Ich verstehe nicht warum es so schwer ist...

ich bin im letzten Jahr Mama geworden und ich musste lange darauf warten, ich und mein Mann haben die Hoffnung doch noch ein Baby zu bekommen schon fast aufgegeben.

Vom Versuch schwanger zu werden bis zur tatsächlichen Schwangerschaft hat es 5 Jahre gedauert. Inzwischen gab es 2 Abgänge in der Frühschwangerschaft und eine Eileiterschwangerschaft. Nachdem es nun glücklicherweise doch geklappt hat mit unserer Zaubermaus verstehe ich nicht, warum von allen Behörden daran gearbeitet wird, dass ich möglichst schnell wieder arbeiten gehe und mein Kind zur Betreuung abgebe. 

Die Geburtenrate sinkt, Generationenproblem ist auch allen klar, aber ich bin der Meinung das Problem besteht nicht darin, dass Frauen mit Kind keine Karriere machen können, sondern eher darin, dass von Frauen mit Kind trotzdem Karriere erwartet wird. 

Ich komme aus einem Arbeiterhaushalt. Mein Vater hat Elektriker gelernt, hat sich hochgearbeitet. In seiner ersten Ehe sind 2 Kinder entstanden, nach Scheidung lernte er meine Mama (gelernte Drogistin) kennen, nach der Hochzeit wurde ein Haus gekauft, ich wurde gezeugt und somit war klar, mein Papa geht arbeiten, zahlt für Haus und Ernährung der Familie und meine Mama (nachdem ich mich angekündigt habe) bleibt zu Hause und kümmert sich um alles was im Haushalt anfällt. So gab es ein nettes Einfamilienhaus, eine Tochter und jedes Jahr einen Urlaub auf Mallorca.

So habe ich das alles kennengelernt, mir hat es an nichts gefehlt, ich wurde versorgt und die Welt war in Ordnung.

Dann bin ich selbst Erwachsen geworden und schon fingen die Probleme an. In solidem Haushalt mit mütterlicher Betreuung bin ich ganz gut gediehen, habe Abitur gemacht. Ich habe angefangen zu studieren, musste nach Einführung von Studiengebühren dann aufgeben, da Lernpensum und nötiger Job irgendwann nicht mehr vereinbar waren. 

Dann kam mein Mann daher (zu der Zeit mit solidem Job in der Region) und alles war super, doch schon vor der Hochzeit gab es halt die Probleme von Vereinbarkeit von Studium und Finanzen.

Kurz danach folgten auch die Probleme mit dem soliden Job. Aus sicherer Finanz wurde im gleichen Job nur noch Saisonarbeit 1/2 Jahr arbeiten 1/2 ALG udn für das halbe Jahr nicht mehr in der Stadt wo wir gewohnt haben sondern außerhalb. Die erste Hälfte des Lohns war schon für Fahrtkosten weg. Kurz nach der Hochzeit kam das Angebot in eine andere Stadt zu gehen und dort eine bessere Perspektive zu haben und so bin ich mit meinem frischangetrauten Ehemann nach München gezogen.

Der Umzug (immerhin knapp 5,5 Std Autofahrt) hat sich gelohnt es folgte der Festvertrag für ihn und ich habe bei einem mittlerweile nicht mehr existierenden Drogeriemarkt Arbeit gefunden. 

Es folgten die Versuche schwanger zu werden, die wie erwähnt ohne Erfolg waren, es war der Gegenteil der Fall. In einer fremden Stadt ohne alten Freundenkreis und Familie sind wir (also ich auf jeden Fall) durch die Hölle gegangen. 

Irgendwann hat es doch geklappt und unsere Prinzessin ist nun da. Bis kurz vor der Geburt war ich nach der Pleite des Drogerieunternehmens bei einem großen Kaufhaus am Marienplatz angestellt  und bin dann arbeitslos in die Elternzeit gegangen (man konnte mich kurz vor der Geburt nicht mehr beschäftigen, da "werdende Mütter nach Hause gehören und nicht auf die Arbeit".

Finanziell einfach war es bei den horrenden Mietpreisen nie hier in München, doch jetzt als Mama wird es ganz schwer.  Das Elterngeld endet, dann kommt noch ALG. Aber auch das läuft irgendwann aus. Auch ohne in einem Palast zu wohnen wird das Geld, dass mein Mann verdient dann knapp (auch wenn es ein gutes Gehalt ist, es ist zu viel um eine Aufstockung zu bekommen wenn ich zu Hause bleibe). Der Staat sieht im Moment vor, dass ich halt wieder arbeiten gehe und mein Kind so lange betreuen lasse.

Wir haben den ganzen Spaß mal ausgerechnet... da ich ohne Ausbildung da stehe wäre ich nach Abzug der Kinderbetreuung mit einem Vollzeitjob bei 100 Euro die wir mehr hätten. Da ist die Motivation nicht gerade hoch.

Klar bin ich selbst Schuld daran, dass ich meine Uni nicht abgeschlossen habe oder an Stelle dessen eine Ausbildung gemacht habe, aber daran arbeite ich im Moment. Ich bin nicht faul, ich möchte gerne arbeiten, aber ich habe auch ein Kind, dass ich über alles liebe und für das ich da sein möchte. Ich möchte selbst erleben wie meine Süße jeden Tag etwas neues lernt (dass hört ja nach 12 Monaten Elternzeit nicht auf) und daher suche ich nach Möglichkeiten legal etwas dazuzuverdienen oder mich selbständig zu machen und lange Rede kurzer Sinn, daran möchte ich euch gerne Teilhaben lassen.

 

28.2.14 01:37


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